Die letzte Episode endete damit, dass ich dich dazu aufforderte, Schnittanpassungen einfach mal zu probieren, denn schließlich kann es nicht schlechter werden, wenn du deine Maße benutzt. Ein Schnittmuster nicht anzupassen, ist ein Glücksspiel, also traue dich einfach mal.

Damit dir das leichter fällt, werde ich in dieser Episode, der letzten Episode der 1. Staffel des Passt Podcasts von crafteln, die eine in sich geschlossene Einsteigerinnenserie zum Thema Schnittanpassung darstellt, werde ich dir meine Methode noch einmal zusammenfassend vorstellen und dir mit meinen Gedanken zum Thema Perfektion hoffentlich den Mut geben, es wirklich einfach mal zu versuchen.

In diesem Blogpost bekommst du eine Zusammenfassung der Inhalte der Podcastepisode. Im Podcast selbst, erzähle ich noch etwas ausführlicher.

Über ein paar freundliche Worte oder/und ein paar Sternchen zur Bewertung des Podcasts bei itunes/apple-Podcasts würde ich mich sehr freuen! 


Diese Episode ist eine von 15 Episoden meiner Einsteigerinnenserie zum Thema Schnittanpassung. Weitere Episoden findest du bereits hier im Blog unter folgenden Links:

In meinem Podcast, “Passt, der Podcast von crafteln” bin ich mit einer 15-teiligen Einsteigerinnen-Serie gestartet. Es sind 15 Folgen vollgepackt mit meinem Wissen, Tipps und Perspektiven – die dir helfen sollen, den Einstieg in die Schnittanpassung zu erleichtern. Es ist ein richtiger “Audio-Kurs” geworden, mit Lernlektionen á jeweils 30-50 Min. Länge. Klicke auf die jeweilige Folge um zum Artikel mit der Podcast-Episode zu gelangen.


 

Und jetzt gehts los mit Episode #15!

 

Meine Methode zur Schnittanpassung – Kurzfassung

Also, ganz kurz: worum geht es mir beim Anpassen von Schnittmustern?

  1. Kenne deinen Körper
  2. Schnittmuster kontrollieren
  3. Schnittmuster anpassen

Das ist nicht viel oder? Ok, ich erkläre es dir noch etwas ausführlicher

 

Kenne deinen KörperS

Für mich bedeutet es, den Körper zu kennen, mehr als nur ein paar Maße auswendig zu wissen. Ich möchte, dass du dir deinen Körper oder den Körper, für den du nähst, ganz genau anschaust und überlegst, was dieser Körper für Ansprüche an Kleidung stellt. 

Dazu arbeite ich mit einer simplen Methode, die ich “Körper-Geografie” nenne, bis ich einen besseren Namen dafür habe. Ich studiere die Hügel und Täler des Körpers. Dort, wo ein Hügel ist, braucht das Kleidungsstück mehr Weite und Länge. Ich muß die Hügel kennen, ihnen Namen geben und sie vermessen. Ich orte sie mit Längengraden, den senkrechten Maßen und bestimme die notwenidge Weite des Kleidungsstückes mit Breitengraden oder anders gesagt mit Umfangmaßen.

Für viele Frauen ist das gar nicht so leicht, ihren Körper so genau zu studieren. Ich weise dich an, genau hinzuschauen, insbesondere dahin, wo du vielleicht lieber drüber weg schauen möchtest, Körperbereiche, die du normalerweise eher kaschierst. Ich bin allerdings der festen Meinung, dass jeder Körper, jeder Mensch, in gut passender Kleidung gut aussieht. diese kann aber nur erreicht werden, wenn der Körper genau richtig verpackt wird und dazu müssen wir hinschauen – auch wenn es zunächst möglicherweise weh tut.

Der Lohn für das, was zunächst Überwindung kostet, ist gut passende Kleidung. Der Weg dahin besteht darin, den eigenen Körper kennenzulernen, ihn wertfrei zu beschreiben und ihn zu vermessen.

Bring Maße und Schnittmuster zusammen

Um ein Maßschnittmsuter zu erstellen, mußt du deine Maße im Schnittmuster eintragen. Du legst sozusagen deine Ansprüche, deine Maße, die Beschreibung deiner Hügel und Täler wie eine zweite Schicht über das Schnittmuster und dann interpretierst du das, was du siehst. Du schaust, wo es hinkommt und wo du etwas ändern mußt.

Kontrolliere als erstes die Lage der wichtigen Stellen. Alles muß am richtigen Platz sein. Falls nicht, mußt du es ändern. Dann kontrollierst du die Weite. Wieder arbeiten wir hier mit senkrechten und waagerechten Maße, die zusammen die Geografie des Körpers beschreiben.

Schnittmuster anpassen

jetzt machst du passend, was passend gemacht werden muß. Du darfst das Schnittmuster anpassen. Es ist deines. Du hast es gekauft. Du hast das Recht, es aufzuschneiden und neu zusammenzufügen. Du hast das Recht darin herumzumalen. Und du kannst es, denn es kann nur besser werden, wenn du deine Maße nutzt. Du bist die expertin für deinen Körper.

Es kann nur besser werden, wenn du ein Schnittmsuter anpasst

Dass es nur besser werden kann, das möchten meine Klientinnen zu gerne glauben, doch oft sehe ich den Zweifel in ihren Augen. Stimmt das wirklich, was Meike erzählt? Na klar, alles andere wäre ein Glückspspiel. Wenn du ein Schnittmsuter einfach drauf los nähst, ist es nur glück, wenn es gut passt – oder du hast keine besonders hohen Anpsrüche.

Aporpos Ansprüche. Deine Erwartungen, deine Wüsnche, deine Hoffnugen und auch deine Anforderungen an ein Schnittmuster und an dein fertiges Werk sind das, was am Ende über Erfolg und Mißerfolg enscheiden, deswegen möchte ich dir am Ende, dieses kostenloses Audiokurses, der Einsteigerinnenserie zum Thema Schnittanpassung noch ein paar Gedanken zur Perfektion mit auf den Weg geben.

100 % Perfektion gibt es nicht

Ich glaube nicht an 100%. Perfektion gibt es nur auf Fotos. Wir bewegen uns in Kleidung. Damit dies möglich ist, muß eine Kleidung größer sein, als perfekt. Es wird Falten geben und Beulen und trotzdem ist es ein gutes Kleidugnsstück. Alles andere sind nur “Stehhosen”.

Wir sind auch nicht perfekt. Wir sind lebewesen. Wir sind nicht jeden Tag gleich, wir haben nicht jeden Tag die gleiche Haltung, unser Körper veränderst sich ständig, im Zyklus und im Leben. Mal stehen wir aufrechter, an anderen Tagen gehen wir gebückt von der Last des Lebnens durchs Leben. Mal tragen iwr hohe Schuhe, mal Flache. Wir sind nicht immer gleich und wir sind nicht perfekt.Es wäre fast magisch, wenn Kleidung immer gleich an uns aussehen würde – oder Jersey. (Aber du weißt ja schon, wie ich über Jersey denke)

 

Erlaube dir, zu lernen

Du wirst mit jedem Kleidungsstück, dass du für dich anpasst und nähst etwas lernen. Du wirst mit der Zeit immer besser. Du wirst ein Gefühl für Stoffqualitäten und Zugaben bekommen. Du wirst deinen Körper genauer kennenlernen, intensiver betrachten und mit der Zeit auch mehr und mehr akzeptieren. Du wirst einen Blick für gute Passform udnd Passformmängel bekommen, weil deine Wahrnehmung geschäft wird und du ständig anderer Menschen Kleidung begutachten wirst. Rom wurde nicht an einem Tag erbaut –  du mußt nicht enttäuscht sein, wenn nicht alles auf Anhieb perfekt ist. Bei mir ist auch nicht alles perfekt!

 

Gut passende Kleidung macht dich sichtbar

Die gute Nachricht ist. wir brauchen Zeit, um in unsere neue Garderobe hineinzuwachsen und das ist gut so. Ich glaube, es ist sehr gut, dass wir so langsam nähen. wäre plötzlich alles anders, wäre das ein Schock.

Gut passende Kleidung wird dich sichtbar machen. Daran mußt du dich erst einmal gewöhnen. Plötzlich steht nicht mehr das Stoffmuster oder die Farbe im Vordergrund sondern du. Man wird dir mehr zuhören, dir mehr Beachtung schenken. Das ist toll, kann aber auch anstrengend sein. Also sei froh, dass das nciht ganz plötzlich , ganz schnell passiert, sondern nimm dir die Zeit, in deine neue Garderobe hinein zu wachsen.

Nimm die Abkürzung

Trotzdem kann ich es verstehen, wenn du es kaum erwarten kannst. Geduld ist auch nciht meine Stärke. Wenn du eine Abkürzung möchtest, dnan buche einen Onlinekurs oder eine Einzelberatung bei mir. Ich zeige dir gerne, wie du Schnittmuster für dich anpassen kannst und begleite dich auf deinem Weg. Zusätzlich zu dem neuen FBA-Selbstlernkurs wird es in Kürze auch den “Schnittanpassung für Einsteigerinnen-Kurs” als Selbstlernkurs geben. Und natürlich werde ich auch hin und wieder beide Kurse als betreutetn Gruppenkurs anbieten, so es meine Zeit zu lässt. Schnittanpassung lernen ist keine Raketenwissenschaft. Du kannst es lernen. Ich untersützte dich gerne dabei. Mehr Informationen bekommst du zu meinen Angeboten auf akademie.crafteln.de.

 

Die zweite Staffel beginnt nach Ostern

Das war die erste Staffel des Passt Podcast von crafteln. Der Podcast bzw. ich machen jetzt erstmal eine Pause, denn es ist gar nicht ohne, jede Woche eine Sendung zu produzieren. Nach Ostern geht es mit frischen Kräften und der zweiten Staffel weiter. Auch diese wird wieder unter einer inhaltlichen Klammer stehen. Das Motto für die zweite Staffel ist “Körper”. Lass dich überraschen. Natürlich wird es auch wieder um mein Herzensthema Schnittanpassung gehen, aber aus einem etwas anderem Blickwinkel. Am Mittwoch nach Ostern geht es weiter, denn Mittwoch ist Podcasttag. 🙂