Hinter den Kulissen im November 2018

Crafteln wächst und entwickelt sich. Jetzt hat crafteln ein neues Zuhause und davon möchte ich euch erzählen.

Seit knapp drei Jahren bin ich aus dem Homeoffice raus und in eine Bürogemeinschaft gezogen. Ich habe viele Jahre im Homeoffice gearbeitet, dort einige Bücher geschrieben und Disziplin war eigentlich nie mein Problem. Aber es war etwas einsam und es fiel mir zeitweise schwer, meine Arbeit richtig ernst zu nehmen.

Der Schritt in ein Büro war für mich eine große Sache. Plötzlich zog ich mich morgens richtig und in Eile an, um gemeinsam mit dem Schulkind das Haus zu verlassen. Ich fuhr ins Büro. Jeden Morgen, wenn ich an dem Schild im Vorgarten und der beleuchteten Fläche im Treppenhaus vorbei gehe, auf der mein Name steht, freue ich mich. Die Zeit, die für den Arbeitsweg drauf geht, das Gerenne, um pünktlich wieder zuhause zu sein, die Mietkosten und die Tatsache, dass ich mein Büro nur halbtags nutzen kann, damit ich nachmittags für das Kind in der Nähe bin – alles dass trübte meine Freude keinen Tag lang.

 

Veränderungen brauchen Raum

Doch in den letzten Monaten, als ich begann häufiger mit Videos zu arbeiten, blieb ich immer öfter zuhause, um in Ruhe meine Aufnahmen zu machen, denn mein Schreibtisch stand in einem offenen Büroraum, den ich mit 4 KollegInnen teilte. Auch der geplante Podcast wurde Monat um Monat verschoben, weil ich einfach keine Ruhe fand. Ich merkte, dass mit meiner Büroentscheidung, einen Schreibtisch in einem Raum mit anderen zusammen, etwas nicht stimmte. Im September nahm ich an einem Workshop teil, in dem ich lernte, Unterrichts-Videos noch schöner zu machen und ein Ergebnis dieser Weiterbildung war: ich brauche ein neues Büro!

Ich scheute, die Bürosuche, den Umzug, die neuen Visitenkarten und vor allen Dingen hatte ich große Angst vor den Kosten. Die meisten Online-UnternehmerInnen arbeiten von zu Hause aus. Auf dem Inspicamp (einem Barcamp für Online-UnternehmerInnen), auf dem ich vergangenes Wochenende war, fragte ich viele KollegInnen, ob sie ein Büro hätten. Alle, die ich fragte, verneinten. Ist es eine kluge Idee, meine Bürokosten nahezu zu verdoppeln, um ein eigenen Büroraum zu haben?

 

Alles drin aber noch nicht schön

Klein aber mein

Ich sprach mit den HauptmieterInnen meiner Bürogemeinschaft und fand eine naheliegende Lösung. Bei uns im Büro war ein kleines Zimmerchen frei, auf das ich schon länger spekulierte. Und nun ist es meins. Mein Kram steht drin, aber es ist noch alles andere, als hübsch eingerichtet. Es ist klein, aber mein und ich liebe es. Ich bin immer noch ein wenig verunsichert darüber, mir noch höhere, regelmäßige Kosten ans Bein zu binden, die erstmal verdient werden wollen. Aber ich freue mich, an meinem nächsten Schritt. Wachstum und Entwicklung ist nur möglich, wenn frau sich auch mal etwas traut. Ich habe große Lust auf Videos und Podcasts. Jetzt ist es mir möglich, das umzusetzen

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