Eine Kimonobluse nähen … Teil 3

Eine Kimonobluse oder ein Kimonokleid näht sich nicht mal eben so. Im Vergleich zu einem Shirt ist da richtig viel zu tun. Aber ich finde, der Aufwand lohnt sich. Weil ich so begeistert von meiner neuen Kimonobluse bin, lade ich dich dazu ein, mir in einer kleinen Blogserie – dies ist schon der dritte Teil –  beim Nähen über die Schulter zu schauen. 

(Werbung) Die Kimonobluse ist nun fast fertig. Es fehlen „nur noch“ die Knöpfe und die Knopflöcher. Ich schreibe das „nur noch“ in Anführungszeichen, weil ich weiß, dass genau dieser Schritt für viele Näherinnen der blanke Horror ist. So schrecklich finde ich diesen letzten Schritt nicht, aber ich gebe zu, ich bin dabei auch aufgeregt, weil ich Angst habe, das fast fertige Stück zu ruinieren. Dabei sind Knopflöcher gar nicht so schlimm. Die allemeisten Nähmaschinen können Knopflöcher nähen und meine wunderbare elna excellence 780 kann das wirklich super. Weil ich mich in diesem Beitrag oft auf die elna beziehe und weil ich meine Nähmaschine von meinem Kooperationspartner elna zur Verfügung bestellt bekam, bezeichne ich diesen Beitrag der Ordnung halber mit Werbung.

Knopflöcher mit der Hand oder mit der Maschine nähen?

Für mich ist das keine Frage. Natürlich nähe ich die Knopflöcher mit meiner Nähmaschine! Ich weiß, besonders feine Kleidungsstücke verdienen handgenähte Säume und überhaupt ganz viele Details, die mit der Hand genäht werden. Aber wir wollen die Kirche doch auch mal im Dorf lassen, schließlich sind wir keine Maßschneiderinnen und wollen irgendwann mit dem Kleidungsstück auch mal fertig werden. Seit ein paar Jahren nähe ich tatsächlich bei den meisten Kleidern und Röcken den Saum mit der Hand an, aber bei der Kimonobluse ist das wirklich nicht nötig – auch in der Kollektion stokx wird der Saum sichtbar mit der Maschine genäht. Und ganz ehrlich, würde ich meine Knopflöcher mit der Hand nähen, währen sie nicht annähernd so perfekt, wie mit der Nähmaschine.

Knopflöcher mit der Nähmaschine sind ein Kinderspiel!

Vorneweg: Wenn du gerade am überlegen bist, ob du eine Kimonobluse oder ein Kimonokleid nähen willst und nun erst auf die Idee kommen könntest, das Knopflöcher schwierig sind, obwohl da vorher noch nie darüber nachdachtest, dann fang mit den Sorgen auch gar nicht erst an. Es ist vor allen Dingen deswegen sogar relativ leicht machbar, weil du mit ganz großer Wahrscheinlichkeit dein Kleid oder deine Bluse aus einem „freundlichen Stoff“ nähst. Mit „freundlichem Stoff“ meine ich, dass das ein Stoff ist, der sich recht gut zuschneiden, stecken und nähen lässt wie die meisten Blusenstoffe. Genau solche Stoffe sind perfekt, um Knopflöcher zu üben.

Außerdem gibt es Einlage. Einlage gehört zu nette kleine Helferlein, die uns das Leben leichter machen. Auch wenn das Aufbügeln von Einlage oftmals wie ein lästiger Zwischenschritt erscheint – ich kann es nur Empfehlen.

Mit Einlage die Knopfleiste verstärken

Einlage? Das ist eine extra Schicht Stoff oder Vlies, das auf den Stoff gebügelt wird, um ihm mehr Stabilität zu verleihen. Einlage gibt ohne und mit Klebstoff, der durch Bügeln aktiviert wird. Die Klebstoffseite erkennst du daran, dass sie glänzt oder du kleine Pünktchen fühlen kannst. Manche Näherinnen nennen Einlage auch Vlieseline. Vlieseline ist ein Markenname einer Einlage – du kannst auch jede andere Einlage der gleichen Stärke eines anderern Herstellers verwenden, die nicht Vlieseline heißt. Das ist so wie Tempotaschentuch, es hat sich halt einfach eingbürgert.

Schon im ersten Teil meiner kleinen Blog-Serie über das Kimonokleid hatte ich geschrieben, dass ich das mittlere Schnittteil mit dem Kragen und der angeschnittenen Knopfleiste mit Einlage verstärkte und fein darauf achtete, die Einlage auf die richtige Seite zu bügeln. Weil ich gerne effizient vorgehe,  weiß ich clevere Lösungen zu schätzen, deswegen bin ich großer Fan von bereits zugeschnittenen Einlagestreifen, die es als Meterware auf der Rolle zu kaufen gibt. Wenn ich so etwas sehe, schlage ich immer zu und selbst wenn diese Einlage nicht die richtige Breite hat, kann ich zwei Streifen nebeneinander bügeln oder einen breiten Streifen in der Mittel teilen. Das geht immer noch schneller, als Einlage zuschneiden.

Für die Knopfleiste reicht eine leichte Einlage. Als Faustregel habe ich: je leichter der Stoff, desto feiner die Einlage. Wir wollen kein hartes Brett auf die Brust bügeln, aber etwas Verstärkung für Knöpfe und Knopflöcher ist schon gut. Diese leichte Einlage heißt, wenn kein Markenname oder eine Nummer dafür angegeben ist „Einlage für leichte Stoffe“ und ist nicht gewebt (wie zum Beispiel Bügelleinen) sondern ein gepresstes Vlies. Wenn du beim Kauf das Gefühl hast, das die Einlage für die du dich entschieden hast, nicht stabil genug sein könnte, dann kannst du sie trotzdem zunächst einmal aufbügeln. Der Stoff der Knopfleiste liegt ja doppellagig und bekommt dementsprechend auch auf jede Seite Einlage aufgebügelt. Sollte dir die Knopfleiste dann immer noch nicht fest genug sein, bügelst du einfach noch eine Schicht Einlage darüber und näherst dich auf diese Weise Schritt für Schritt dem für dich perfekten Ergebnis.

Weil ich Knopflöcher immer übe, habe ich mir eine kleine Übungs-Knopfleiste aus einem Reststück meines Stoffes geschnitten, diese genauso mit Einlage verstärkt und umgebügelt.

Verschiedene Knopflöcher

Je schicker die Nähmaschine, desto mehr Knopflöcher hast du auch zur Auswahl. Meine elna excellence 780 hat tatsächlich 11 verschiedene Knopflöcher! Dann hilft am besten ein Blick in die Bedienungsanleitung der Nähmaschine, denn dort wird beschrieben, für welche Kleidungsstücke bzw. Materialien sich die jeweiligen Knopflöcher eignen.

Da ich einen leichten Blusenstoff für meine Kimonobluse verwendete, entschied ich mich auch für einfache Bluseknopflöcher. Die Baumwollwebware für meine Bluse ist unkompliziert, kein leichtes flutschiges Zeug wie Chiffon oder Seide, aber eben auch kein fester oder wolliger Jackenstoff. Ein Standardknopfloch ist für diesen Stoff genau das Richtige. Trotzdem wollte ich natürlich verschiedene Knopflocharten auf meiner Übungsknopfleiste ausprobieren.

In der Bedienungsanleitung meiner elna excellence 780  las ich auch, dass es möglich wäre, ein Knopfloch zweimal hintereinander zu nähen. Das fand ich eine gute Idee und probierte es natürlich aus. Da das Knopfloch programmiert ist, schafft die Maschine es tatsächlich, den gleichen Weg zweimal abzufahren und somit ein doppelt so festes Knopfloch zu nähen. Das ist schon klasse. Ich fand, das das doppelt genähte Knopfloch noch mal ordentlicher aussah, entschied mich letztlich aber doch für die einfache Version, da ich das doppelte und sicher noch strapazierfähigere Knopfloch zu steif für meinen Blusenstoff fand.

 

Knopfloch mit der Maschine nähen

Aber wie näht so eine Nähmaschine eigentlich ein Knopfloch und woher weiß sie, wie groß es sein muß? Meine elna excellence 780 hat, dafür einen Knopflochfuß, bzw. eine Knopflochschiene. Diese wird anstelle des normalen Nähfüßchens eingebaut, nachdem im hinteren Teil vorher der vorher ausgewählt Knopf eingespannt wird. Durch das Einspannen des Knopfes erkennt die Maschine, wie groß das dafür geeignete Knopfloch sein muß. Du mußt also nichts anderes machen, als die Position deines Knopfloches auf dem Kleidungsstück markieren, den Stoff unter das Füßchen zu legen und auf Start zu drücken. Mit den Händen kannst du dabei den Stoff leicht führen, aber eigentlich macht die Nähmaschine das alles von alleine.

Meine elna excellence 780 näht zuerst eine Linie im Geradstich und dann darüber einen engen Zickzack, der die Außenkante des Knopfloches darstellt. An den äußere Enden des Knopfloches wird dieses mit einer Reihe von größeren Zickzackstichen am selben Ort verrriegelt. Anschließend wird die andere lange Kante des Knopfloches genäht und das gegenüberleigende Ende verriegelt.

Knopflöcher mit der elna excellence 780 nähen from crafteln on Vimeo.

Als ich das Video auf Instagram zeigte kam die Rückmeldung „Boah, du nähst die Knopflöcher aber in einem rasenden Tempo“ – ja, aber warum denn nicht? Ich habe das doch vorher auf meiner Probeknopfleiste geübt und dabei gemerkt, wie solide die elna das näht. Dann kann ich auch ordentlich Gas geben 🙂

Knopflöcher trennen

Bei meiner Kimonobluse mußte ich kein Knopfloch wieder auftrennen, weil mit der automatischen Knopflochfunktion meiner elna auf Anhieb alles genau so klappte, wie ich es wollte. Aber es kann schon mal passieren, das etwas schief geht. Vielleicht hast du das Knopfloch nicht gut angezeichnet, den Stoff nicht gerade angelegt, vielleicht hat deine Nähmaschine aber auch einen schlechten Tag und näht ganz und gar merkwürdige Dinge. Dann mußt du nicht verzweifeln, denn du kannst ein Knopfloch immer wieder auftrennen, bis es so gut ist, dass es dir gefällt.

Zugegeben, es ist etwas mühsam, die engen Nähte aufzutrennen und nicht jeder Stoff ist freundlich und entgegenkommend. Aber mit etwas Geduld und Spucke bekommst du jedes Knopfloch ordentlich wieder aufgetrennt und kannst einen neuen Versuch starten. Ich rate aber trotzdem dazu, mindestens ein Knopfloch auf einem Probestückchen des gleichen Stoffes zu probieren, um im Vorfeld zu prüfen, ob Tücken auf dich warten.

Doch meistens ist es eher unsere Aufregung. So schwer sind Knopflöcher wirklich nicht zu nähen. Diese modernen Nähmaschinen sind wirklich eine große Hilfe dabei und das fertige Kleidungsstück sieht mit Knopflöchern und mit schönen Knöpfen einfach toll aus. Ehrlich gesagt nähe ich sogar Knopflöcher und Knöpfe an Kleidungsstücke, die ich über den Kopf anziehe und gar nicht öffne, nur weil es klasse aussieht. Natürlich könnte ich auf so eine Fake-Knopfleiste auch nur die Knöpfe aufnähen, aber mit Knopflöchern finde ich es noch besser.

 

Knöpfe positionieren

Obwohl auf dem Schnittmuster der Kimonobluse Knopflöcher angezeichnet sind, nutze ich diese nicht sondern mache ich meine Knopflöcher, wo ich sie will. Die Knopflöcher sind auf dem Schnittmuster, weil es die Kimonobluse schon länger in der Kollektion stokx gibt. Für fertige Kleidungsstücke, die du im Laden kaufen kannst, ist es natürlich sinnvoll, die Position von Knopflöchern vorher zu definieren. Aber du als Hobbyschneiderin nähst dir maßgeschneiderte Kleidung, da ist es viel besser, selbst zu entscheiden, wo für dich die Knopflöcher optimal sind.

Ich muß meine Knopflöcher auch selbst positionieren, weil ich ja, wie in Teil 1 der Blogserie beschrieben, den Brustpunkt etwas tiefer gelegt habe. Der wichtigste Knopf soll an der stärksten Stelle der Brust (oder ganz leicht darüber) sitzen. Es ist am einfachsten diese Stelle zu bestimmen, wenn die Bluse schon so gut wie fertig genäht ist und du sie überziehen und einmal an der vorderen Mitte zusammenstecken kannst. Der Abstand zu den weiteren Knopflöchern ergibt sich aus der Länger der Knopfleiste und der Anzahl der Knöpfe. Ich mag lieber viele kleine als wenige große Knöpfe und nähe meist so viele Knöpfe an, wie ich habe. Der Vorteil von vielen Knöpfen ist, dass es nicht nur hübscher aussieht, sondern auch besser schließt, weil die Knopfleiste an mehreren Punkten verbunden ist. Gerade bei einem üppigen Busen und einem auf Figur geschnittenen Kleidungsstück ist das auf jeden Fall von Vorteil. Über das zuerst definierte Knopfloch setze ich mindestens einen weiteren Knopf.

Eine Damenbluse wird „rechts auf links“ geschlossen. Ich markiere also den ersten Knopf an der stärksten Stelle der Brust auf Knopfleiste der linken Vorderseite meiner Bluse und berechne dann den Abstand der anderen Knöpfe. Ich zeichne diese Positionen nicht mit Kreide an, sondern mit einer im 90 Grad Winkel zur Knopfleiste gesteckten Stecknadel, auf der Seite, auf der die Knöpfe auch angenäht werden.

Die Knopflochlänge kenne ich von meinen Probeknopflöchern. Da der Knopf später in der Mitte des senkrechten Knopfloches sitzen soll, halbiere ich die Knopflochlänge und weiß somit, wo die Unterkante des Knopfloches liegen muß. Wenn ich die Positionen der Knöpfe auf die Seite der Knopfleiste für die Knopflöcher übertrage, markiere ich die untere Kante des Knopfloches, also die Startposition von der aus die Nähmaschine losnäht. Auch die Position der Knopflöcher, bzw. die Unterkante des Knopfloches, markiere ich nicht mit Kreide, sondern mit einer schräg gesteckten Stecknadel. Da Kreide oft einen zu dicken Strich gibt (und auch anschließend wieder entfernt werden muß) finde ich es präziser, die Position mit einer dünnen Stecknadel zu markieren.

Senkrechte Knopflöcher sollen genau auf der Mitte der Knopfleiste sitzen, je nach Breite einer Knopfleiste finde ich diese Mitte manchmal nicht durch die Breite des Füßchens oder die Hilfslinien auf der Stichplatte. Dann markiere ich sie natürlich mit Kreide. Bei der Kimonobluse war das nicht nötig, deswegen reichte mir die Markierung für den Startpunkt des Knopfloches.

Senkrechte oder waagrechte Knopflöcher?

Bei Damenblusen macht man senkrechte Knopflöcher, nur das am Kragensteg sollte waagrecht sein. Einen Kragensteg gibt es bei der Kimonobluse nicht, also senkrechte Knopflöcher.

Senkrechte Knopflöcher sollen die Bewegungsfreiheit des Knopfes einschränken. Die Knopfleisten sollen bei schicken Blusen und Hemden möglichst genau aufeinanderliegen. Bei Mäntel und Jacken sind sie aber waagrecht, denn ein gewisser Bewegungspielraum ist bei diesen Kleidungsstücken nötig. Dafür wird dann auch auf allzeit perfekte Optik verzichtet. Und vielleicht hast du schon mal Herrenhemden  gesehen, dass das unterste Knopfloch auch waagrecht ist. Vermutlich wird das so gemacht, damit der Knopf über dem Bauch nicht abreißt. Da die Kimonobluse ohnehin eine Long-Bluse ist, ist dies Funktion nicht nötig.

 

Knopflöcher aufschneiden

Am Schluß kommt das dramatische Finale: das Aufschneiden der Knopflöcher. Aber auch das ist weit weniger schlimm als befürchtet, wenn du den Trick mit der Stecknadel kennst. Wie du auf dem Foto erkennen kannst, sichere ich die Enden des Knopfloches, über die ich keinesfalls hinausschneiden will mit einer quergesteckten Stecknadel. Sollte ich das Messer des Auftrenners zu schwungvoll ansetzen, wird dieses kurz vor dem Ende des Knopfloches gestoppt. Ich beginne damit das Knopfloch genau in der Mitte anzustechen und erst einmal zur einen Seite zu schneiden. Dann drehe ich das Knopfloch um 180 Grad und schneide in die andere Richtung. Das geht wirklich leicht so!

Sollte doch etwas schief gegangen sein und sind statt der Knopflöcher ein Finger aufgeschnitten, dann gibt es einen alten Schneidertrick, um einen möglichen Blutstropfen auf dem Kleidungsstück zu entfernen: nimm Spucke. Dein Blut kann am leichtesten mit deiner Spucke entfernt werden! Ein bisschen Spucke auf ein Taschentuch und vorsichtig den Fleck wegtupfen. Alles gut.

 

Knöpfe mit der Nähmaschine annähen

Ich liebe, liebe, liebe es, Knöpfe mit der Nähmaschine anzunähen. Gerade bei Hemdblusen. Das geht ganz einfach, denn es gibt dafür einen Knopf-Fuß, in den der Knopf so eingelegt wird, das die Maschine mit rechts-links-Stichen den Knopf annäht. Zur Sicherheit lasse ich das Programm immer zweimal hintereinander laufen und bin ganz entzückt, wie schnell das geht.

Das funktioniert aber leider nur für Knöpfe ohne Steg. Da meine Perlmutknöpfe von oben schön sind, das heißt, der Faden zum Annähen ist nicht zu sehen, müssen sie von unten durch den Steg angenäht werden und das kann selbst meine wunderbare elna excellence nicht. Nun denn,  mit der Hand annähen ist auch nicht so schlimm, wenn nebenher ein spannender Podcast auf den Ohren ist. Aber mit der Nähmaschine Knöpfe annähen ist natürlich viel, viel schneller.

Immer noch Angst vor Knopflöchern? Dann nimm doch Druckknöpfe!

Vielleicht gruselt dich der Gedanke, in ein so gut wie fertiges Kleidungsstück zu schneiden oder vielleicht misstraust du deiner Nähmaschine und du möchtest trotzdem gerne eine Kimonobluse oder ein Kimonokleid nähen? Na, dann nimm doch Druckknöpfe. Jeanshemden haben auch Druckknöpfe! Wieso also nicht!

Falls du aber nun ganz heiß auf Hemdblusen mit vielen Knopflöchern geworden bist und deiner jetzigen Nähmaschine misstraust, wäre es vielleicht an der Zeit, über eine neue Nähmaschine nachzudenken. Geh mal in einen Nähmaschinenladen und probiere dort automatisierte Knopflöcher wie oben im Film gezeigt. Ich schwöre, du wirst nachts davon begeistert träumen!

Nur noch Säumen, dann ist die Bluse fertig!

Da die Kimonobluse einen hübsch geschwungenen Saum hat, wird der Saum noch ganz knapp doppelt umgeschlagen und festgenäht. Wenn der Saum ordentlich umgebügelt ist, ist das ganz schnell gemacht. Ich mag es sehr, dass ich bei meiner elna excellence 780 die Nadel so wie ich will nach links und rechts verschieben kann, so dass ich wirklich ganz knapp an der umgeschlagenen Saumkante nähen kann. Wenn mir das sehr ordentlich gelingt, bin ich immer schwer entzückt!

Fertig! Die Kimonobluse ist fertig und ich finde sie ganz wunderbar. Ich möchte eigentlich sofort die nächste Kimonobluse nähen und bin noch unschlüssig, ob ich lieber eine hellblaue Bluse hätte oder eine Weiße mit Lochstickerei oder beides? Ich könnte auch einen Schnittmusterhack machen und die Bluse auf eine „normale“ Blusenlänge kürzen. Mmmhh, ich weiß nicht. Was für eine Kimonobluse hättest du gerne?

Weiß? Hellblau? Was für eine Kimonobluse nähe ich nur als nächstes?

Du kennst Teil 1 und Teil 2 der Mini-Blogserie zur Kimonobluse noch nicht? Einfach weiterscrollen oder die Links anklicken, dann erfährst du mehr über meine Anpassungen des Schnittmusters und das Nähen meiner gestreiften Kimonobluse, die von Weitem ganz rosa aussieht.

2 Kommentare

  1. Liebe Meike,
    Dein Blogbeitrag fördert meine Motivation endlich ein Kimonokleid zu nähen. Hier liegt auch tatsächlich weißer Baumwollstoff mit Lochstickerei der mir dafür vorschwebt.
    Aber zuerst: fertig schreiben und abgeben. Jetzt mit noch einem extra Motivationskick. Danke!

    • Meike Rensch-Bergner

      Liebe Johanna,
      ach, das freut mich. Wie spannend, dass du auch Lust auf Lochstickerei hast! Kimono-Schwestern 🙂 Ich finde das eine gute Idee, weil so ein zarter Stoff für mich mit einem Rüschenschnitt zu viel wäre. Aber da das Kimonokleid so klare Linien hat, finde ich es dann wieder (für mich) passend. Allerdings, liebe Johanna: denke noch mal über Kleid oder Bluse nach. Ich könnte mir vorstellen, dass Lochstickerei für ein Kleid zu „nackig“ ist. Deswegen schwebt mir ja eine Bluse mit Jeans drunter vor.
      Viele Grüße
      Meike

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*