– oder: Rückblick auf das vergangene Jahr

Ich höre und lese sehr gerne Jahresrückblicke. Geht es dir auch so? Falls ja, dann ist die heutige Podcastepisode genau das richtige für dich, denn heute spreche ich über meine Tops und Flops aus 2020, erzähle, was ich daraus gelernt habe und wie es 2021 mit crafteln weiter gehen wird. 

In diesem Blogpost bekommst du eine Zusammenfassung der Inhalte der Podcastepisode. Im Podcast selbst, erzähle ich noch etwas ausführlicher.

 

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Darum geht es in Episode #72:

Im Podcast erzähle ich noch ausführlicher. Aber zum Reinschnuppern veröffentliche ich hier meine ausformlierten Stichworte für die Podcastepisode.

Obwohl ich kein großer Fan von reißerischen Überschriften wie “Die 7 Todsünden” oder “3 Dinge, die du wissen musst” bin, habe ich mich entschieden, mich der gängigen Gliederung für Rückblicke in Tops und Flops zu bedienen – das war überraschend aufschlußreich.

Tops 2020

  • Meine neuen Mitarbeiterinnen Tina, Susanne und Kathrin im Bereich Kundinnenbetreuung. Sie sprudelten nur so vor Ideen, brachten neue Inhalte und viel Energie zu crafteln. Das Sommerfestival und der Adventskalender ist auf ihre Initiative hin entwickelt und durchgeführt.
  • Sommerfestival: Die Idee dahinter: „den Menschen in doofen Corona-Zeiten etwas Gutes tun“. Die crafteln Community wurde sichtbar, gegenseitiges Kennenlernen war schön und erkenntnisreich. Aus dem Sommerfestival entwickelte sich die Sprechstunde, die eine sehr gute Ergänzung zur den Einzelberatungen ist. 
  • Das Plus Size Buch, wurde gute angenommen, obwohl es nicht den großen Launch bekommen hat, den es verdiente. Durch die Fragen zum Buch wurde mir klar, dass die Abgrenzung zwischen dem angeblichen Normal und Plus Size gar nicht so klar ist. 
  • Hosenkurs: Nachdem er lange angekündigt war, fand der Hosen-Onlinekurs endlich im Frühjahr 2020 zum ersten Mal als betreuter Gruppenkurs statt. 
  • Übergabe des Bereichs Schnittmuster an Lindy Stokes. Seit Juni gibt es stokx-patterns.com. Das brachte mir mehr Zeit für das, was mir wirklich wichtig ist und gleichzeitig gibt es auch weiterhin und noch viel mehr gute stokx-Schnittmuster. 

Flops 2020

  • Der Kauf eines großen Kalenders und intensive und detaillierte Planung. Ich dachte, dass es sinnvoll ist, das was ich vorhabe zu terminieren und explizit zu machen, wenn ich nicht mehr alleine arbeite. Corona brachte dann aber alles durcheinander. 
  • Es fühlte sich nicht gut an, plötzlich keine Live-Workshops mehr zu machen und nicht mehr zu reisen. Während ich 2019 zu viel unterwegs war, was es eine zu steile Bremsung, 2020 gar nicht mehr unterwegs gewesen zu sein. 
  • Es war ein Fehler, das Kurssystem – das es noch nicht gibt – kommunizieren. Für mich bzw. für crafteln war es ein großer Durchbruch, eine Vision vom großen Ganzen zu haben – was aber erst noch in den nächsten Monaten und Jahren geschaffen werden muß. Für die Kundinnen war es verwirrend, dass ich über etwas sprach, was noch gar nicht da ist. 
  • Versprochener curvy-Themen-Schwerpunkt fand nicht statt bwz. nur reudziert in der Podcast-Staffel Nr. 6. Rund um den Buch-Launch, von “Passt perfekt Plus Size” wollte ich spezielle Angebote für curvys entwickeln, dazu hatte ich dann zu wenig Kraft und Energie. 
  • Mein b2b-Business-Bereich  sollte bekannter werden, doch die Handarbeitsmesse h+h in Köln, die im März stattfinden sollte, wurde abgesagt. Neben den Kursen für Hobbyschneiderinnen biete ich auch Beratung für DIY-Unternehmen (Stoffläden, Schnittmustererstellerinnen, Existenzgründerinnen) an. Das wollte ich bekannter machen und ausbauen. Mein Workshop auf der h+h, sollte der öffentliche Start dafür sein, doch der fand ja leider nicht statt. 

 

Fazit

Auch wenn es sich nicht immer gut anfühlte: es war ein gutes Jahr. Wir haben eine Menge Neuigkeiten bei crafteln entwickelt, ausprobiert und für gut befunden. 

Das Konzept zu wachsen, Mitarbeiterinnen einzustellen hat sich bewährt, auch wenn mich das im Vorfeld Einiges an Mut kostete. Sie entlasten mich, so dass ich Zeit habe, Neues zu entwickeln und übernehmen auch Aufgaben, die ich nicht so gerne mache bzw. nicht so gut kann.  

Auch wenn es noch nicht sichtbar und fertig ist: das crafteln Kurssystem macht mich glücklich, denn es ist so viel klarer geworden, was genau mein Angebot ist und wir werden Schritt-für-Schritt die geplanten Kurse verwirklichen, bis das System (für Anfängerinnen bis Fortgeschrittene) vollständig ist. Das Gute daran: auch neue Ideen finden darin ihren Platz, weil alles klar ist. Das mag ich, denn nach meiner Erfahrung weiß frau nie, welche Ideen noch kommen. 

 

Ausblick

Im Moment bin ich damit beschäftigt, mein neues Buch zu schreiben und deswegen noch ein wenig unsichtbar. Buch schreiben erfordert eine gewisse Konzentration und Zurückgezogenheit. 

Geplant für das erste Halbjahr 2021 sind

  • Podcaststaffel Nr. 7 „Inbetweenies“
  • FBA-Workshop
  • Hosenkurs

Hinter den Kulissen arbeiten wir an diversen kleinen und größeren Projekten, die es noch schöner machen sollen, Teil der crafteln Community zu sein,Schnittanpassung zu erlernen und die Kursinhalte leichter und fluffiger umzusetzen. So sind wir stets daran, die Kursmaterialien schöner und übersichtlicher zu machen sowie Ideen umzusetzen, um die Betreuung unserer Kursteilnehmerinnen zu verbessern. Aber auch unsere kostenlosen Angebote wie der Newsletter und die Facebookgruppen stehen immer wieder auf dem Prüfstand, wir suchen nach spannenden Inhalten und neuen Formaten, um euch zu unterhalten, zu informieren und einfach gerne bei crafteln zu sein. 

Mit großer Wahrscheinlichkeit wird es auch wieder ein Sommerfestival geben und im Herbst ein Event für Neukundinnen wie den Minikurs Messen. Zum Sommerfestival hoffen wir, mindestens einen der geplanten neuen Kurse fertig zu stellen. 

Konkreter sind die Pläne für das Jahr nicht. Warten wir erst einmal ab, wie es sich entwickelt und wie es uns in den nächsten Monaten ergehen wird. Das Gute ist: mir fällt immer etwas ein. Wenn ich eines in den letzten Jahren gelernt habe ist es, dass selbst in ganz zähen Zeiten, in denen es mir nicht gut geht, wo ich sehr zurückgezogen leben, am liebsten alles hinschmeißen mag und mir gefühlt gar nix mehr einfällt, dass genau aus solchen Zeit richtig große und gute Ideen geboren werden. Deswegen versuche ich nicht mehr so konkret zu planen, sondern zu akzeptieren, dass es in der Pandemie oftmals freudlos, zäh und anstrengend ist. Es nützt nichts, auf Teufel komm raus Projekte realisieren zu wollen, wenn die Energie dafür nicht da ist. Es wird schon etwas Gutes daraus entstehen. Da bin ich einfach Optimistin. 

Das war mein etwas verspäteter Jahresrückblick und ein Ausblick auf 2021. Wir werden sehen, was uns das Jahr bringt, aber es wird auf jeden Fall weitergehen mit crafteln, der Schnittanpassung und meiner Mission, es möglichst vielen Frauen zu ermöglichen, sich selbst gut passende Kleidung zu nähen, damit sie schön und stark werden. Die nächste Etappe ist die neue Podcaststaffel, die schon nächste Woche startet. Ich hoffe, wir hören uns wieder.